Hallgau im Steckbrief

 

Die Hauptstadt der Markgrafschaft ist Saalfurth an der Grünen Wipper und zählt ca. 11200 Köpfe, kurz nach dem noch immer schwelenden Krieg waren es kurzzeitig ca. 6.000 Seelen. Die Bevölkerung ist mehrheitlich menschlich, die Hallgau zählt wenige Orks und Halborks in den Grenzgebieten, Elfen, Zwerge und Mischvölker wie Waldgeister, Tiermenschen und Kender bilden nur einen kleinen Teil der Bewohner. Das Land hat mehrere Glaubensgemeinschaften, die aus den Nachbarreichen herüber geschwappt sind. Zurzeit sind alle bekannten Religionen laut der markgräflichen Landesführung zugelassen und gewünscht.  Der Import von Söldnern, Gewürzen, Bier und Seilwaren sind die größten Posten, im Export sind es Salze, Holz, Torf, Lehm und Tonwaren. Seit geraumer Zeit importiert die Hallgau Technologien aus der Silbermark.

Landeskunde:

In seiner nahezu runden Ausprägung der aktuellen Kernlandgrenzen zieht sich im Osten, eine Bergkette von Norden nach Süden, die etwa in der Landesmitte durch eine Flussaue durchbrochen wird. Hier im Flussdelta wird zurzeit emsig gebaut. Im Süden, am Fuße der Berge befinden sich weitläufige Feldflächen. Der Ackerbau und die Viehzucht prägen diese ländliche Region. Im Nordosten wird Bergbau betrieben, in dem einfache Erze, zum Teil auch oberirdisch dem Erdreich entnommen werden. Der Nordwesten ist geprägt von Sumpf und Moorlandschaften, welche an den Fluss Anliegen, der bis in den Südosten verläuft. Torf und Pechgewinnung sind hier prägende Wirtschaftszweige. In der Mitte des Landes ist Saalfurth die Hauptstadt, welche umgeben ist von flachem Land mit einigen Siedlungen. Nicht in Sichtweite, aber ein gefühlter Steinwurf entfernt ist die Burg Fuchsenstein, welche die Hallgauer Markgrafen beheimatet. Neben den vielen Flüssen sind auch einige Süßwasserseen im schönen Hallgau vorzufinden. Eine mit der Freien Silbermark durchgeführte Expedition zeigte den Flussweg der grünen Wipper bis weit in den Norden in drakisches Hoheitsgebiet.

Im Süden grenzt die Markgrafschaft an Dunkelwald. Die komplette Ostgrenze verläuft entlang der Freien Silbermark. Im Norden ist relativ befriedetes Gebiet. Nach gut 2 Tagesreisen durch unbefriedigtes Gebiet der wilden Stämme, trifft man die Landesgrenze von Valador und Drakien.

 Die Herrscher der Markgrafschaft sind Magaréth Ionata von Fuchsenstein und der Markgraf Christopherus Ackerfrost, Ihnen unterstehen die Oberschicht vertreten durch Berater der Herrschaftsfamilie, Adel und Lehnsmannen wie Sir Tristan von Hohensteyn, welche durch verbrieftes Recht durch das Markgrafentum Verwalter im Namen der Regenten in den jeweiligen Baronien sind. Auch eine breite Mittelschicht aus Gelehrten und Händlern lässt sich vermehrt in Saalfurth und im Westen auffinden. Die „Mühlen“ der Markgrafschaft halten freie Bauern, Leibeigene und Sklaven am Laufen. Jene finden sich in klassischen Hallgauschen Gewerken. Hierzu gehören Salzsieder, Flößer, Fuhrwerker, Holzfäller, Torfstecher, Getreidebauern, Schmiede und Steiger.

Die Markgrafschaft besteht aus vier Einflussbereichen, die von dem Adelsgeschlecht der Fuchsensteiner regiert werden. In den einzelnen Einflussbereichen sind z.T. Ritter, Stammesfürsten und Kriegsfürsten ansässig und leiten mehr oder minder Regionalpolitik, im Sinne der Fuchsensteiner. Einige Teile des Landes sollen in neue Hände zur Verwaltung gegeben werden. Hallgau ist ein landschaftlich abwechslungsreiches Land, das sich im Osten an die Bruner Berge anschließt und im Westen von hügeligen Mittelgebirgen gerahmt wird. Das Land hat einen großen Fluss, der das Land von Nordwesten nach Südosten teilt, mehrere andere Gewässer erstrecken sich zum Teil aus den Bergen bis in kleine und mittelgroße Seen. Die Flussauen sind überwiegend fruchtbares Land und gipfeln in den Kornkammern des Landes, welche nahezu den gesamten Südosten prägen.

 

Die Handelsstraße an dem Fluss der "Grünen Wipper" und der Heinrichsweg sind die wichtigen beiden Wege in Hallgau. Andere Wege und Straßen existierten, aber durch den langen Krieg sind viele Wege verwildert und kaum als solche noch nutzbar.

Die Gebiete im Südosten sind vor allem mit Ackerbau und dem Weinabbau beschäftigt.

Es gibt noch kleinere Agrarflächen in der Mitte des Landes entlang des Flusslaufes.

 

Die Kornkammer bildet aber unweigerlich die Südregion in der Baronie Tharros. Aktuell haben sich hier einige Steinbrüche aufgetan. Sir Tristan von Hohenstein, zugereist aus den Mittellanden und zum Schutz der Kornkammer, der Bewohner, des Fortschritts und durchbringung der markgräflichen Gesetze, in Tharros eingesetzt.

 

Die Gebiete im Nordosten verfügen über ausgedehnte Forstwirtschaft, Metallbergbau und alte Steinbrüche. Wobei die Metallgewinnung hier im Westen der Bruner Berge nur knapp für die Selbstversorgung ausreicht. Die Steinbrüche liegen derzeit aber brach, aus diesem Grund wird Stein aus dem Südöstlichen Gebieten benutzt.

 

Die Gebiete im Nordwesten sind geprägt von den immer nassen Sümpfen und Mooren.

Weitläufige Wasserflächen, Teiche und Seen fügen sich hier als schwer überwindbares Hindernis am Handelsweg an.

 

Die Gebiete im Südwesten

Dieses Gebiet ist von Hügeln und einer Mittelgebirgskette durchzogen. Im Solthal welches zugleich der Namensgeber der größten Gemeinde im selbigen ist, verfügt über zwei große Süßwasserseen. In Verbindung mit den Mienen und Holz aus eigenem Forst, sowie dem Import von Torf aus dem Nordwesten wir hier das weiße Gold des Landes zur Perfektion verfeinert.

 

Das Gebiet der Landesmitte

Diese Region ist von ihrer dichten Infrastruktur geprägt. Neben der nassen Lebensader des Landes finden sich Viehweiden, Forst und vor allem der Knotenpunkt der Handelsstraßen. Auch die Stammburg der Fuchsensteiner hat hier seinen Platz.

 

Die Hallgauer sind im Allgemeinen ein gutherziger Schlag von Menschen. So gibt es zwar Vorurteile gegenüber anderen Rassen oder Völkern, sofern sie den Menschen jedoch freundlich gesinnt sind, öffnen die Hallgauer auch ihre Türen und Herzen. So ist zum Beispiel auch eine Vielzahl von Religionen Koexistent vertreten. Lediglich ist es verboten Religionen zu folgen, die staatsgefährdend sind, oder andere Religionen gänzlich nicht akzeptieren. Diese Pluralität ist den Fuchsensteiner Haus sehr wichtig. Am aufgeschlossensten sind die Bürger der Städte Saalfurth und das bekannte Fischerdörfchen Quappenwinkel.

 

Im Nordosten leben die Menschen stark im Einklang mit Mutter Natur. Einfach gestrickt aber ebenso offenherzig wie weite Teile des Landes.

Die Bürger von Solthal können schon leicht mit den Silbermärklern verwechselt werden. Der Handel steht hier im Vordergrund und man zeigt gern was man hat. Gerüchten zu folge sollen die Stadtväter von Solthal silbermärkische Wurzeln haben. Aber bei Mammon, das klingt an den Haaren herbeigezogen. Wer feinsten Adel sucht muss sich wohl dorthin begeben, wo man ihn nicht vermutet, nämlich in die Kornkammern des Landes. Die Bewohner des Südostens sind feudal geprägt und ständische Strukturen sind mehr als nur zu erahnen.  Das Lehnssystem ist hier bereits praktiziert und auch Hohenstein hat nicht vor dies zu ändern. Vielmehr möchte er dieses auf alle Regionen ausdehnen. Jedoch fehlen Adelige und vor allem vertrauensvolle Personen, welche es sich zutrauen, eine ganze Baronie zu verwalten. Bisher sind die Städte unter sich und keine große Einheit wie im Süden.

Das eigenbrütliche Sumpfvolk im Nordwesten ist ein Schlag für sich, Reisende berichten von einem harten, aber herzlichen Schlag Mensch, deren Dialekt sich in Herzen und Ohren frisst.

Auch ein fahrendes Seefahrervölkchen hat hier seinen Einflussbereich ausgebreitet und durchmischt die sonst recht einfach strukturierten Torftrottel.

 

Die Markgrafschaft Hallgau wurde als ehemalige Grenzmark vom Königreich Lamar kontrolliert.

Gerade als Grenzmark war dem König diese Region wichtig und er hat zu seiner Zeit das Adelsgeschlecht der Fuchsensteiner eingesetzt, um die Markgrafschaft zu leiten. Dieser Anspruch blieb auch nach dem Zerfall des Königreiches bestehen und Hallgau begreift sich heute als freie Markgrafschaft. Die Ländergrenzen sind im Zuge der Krieg zwar etwas geschrumpft doch haben die herzlichen und doch auch wehrhaften Völker unter Hilfename der Topografie das Kernland als solches erhalten können. Hallgau war auf Grund, der im Exil befindlichen Adelshäuser, lange diplomatisch ein weißer Fleck auf der Landkarte. In einem scheinbar neu ausgerufenen Programm erklären die Fuchsensteiner Hallgau zu neuem Glanz verhelfen zu wollen. Getreu dem Fuchsensteiner Motto: Klein, aber oho!“ Da Hallgau aktuell nur über zwei kleine Heere, welches der neue Markgraf aus Freywald und Sir Tristan aus den Mittellanden, mitgebracht haben, verfügt, herrscht gerade eine expansionistische Stimmung im Land. Hallgau hält bislang aber auf althergebrachte Gebiete und ist offen für diplomatischen Austausch und Expansion. Ein erhöhtes Säbelrasseln ist seit einiger Zeit jedoch zu vernehmen.

 

Die Städte von Hallgau haben teils freie Bürger und reiche Händler hervorgebracht, weite Teile des Landes sind aber im gewohnten Trott der Leibeigenschaft. Wenn gleich die einfachen Leute des Landes nichts vom Adel zu befürchten haben, sofern sie ihre Arbeit verrichten und ihren Beitrag zum Fortbestand und zur Blüte Hallgaus beitragen. Ansonsten würden eben auch diese, die volle Härte der Krone zu spüren bekommen.

 

Neben althergebrachten politischen Riten, weht scheinbar mit dem neuen Markgrafen ein neuer Wind durch Hallgausche Regierungssitze. Hinter vorgehaltener Hand spricht man vom Befreier aus Freywald, der scheinbar gut mit der traditionellen Markgräfin agiert und in ihre guten Ideen, bereichernde Einflüsse gibt. Allerdings scheint er auch sehr stark dem Alkohol und den sterblichen Freuden zugetan zu sein.

Lang lebe das Markgrafenpaar.

Der Herrschaftsanspruch der Fuchsensteiner steht nicht zur Debatte, so scheint zumindest der Leumund der einfachen Bürger zu lauten. Fuchsenstein war gut, ist gut und wird gut bleiben.

 

In Hallgau herrscht im Grunde genommen Religionsfreiheit. Ebendiese ist aber bislang nicht offiziell erklärt worden. Vielmehr ist dieser Umstand den aktuellen Gegebenheiten geschuldet. Zum einen scheinen Markgräfin und Markgraf unterschiedlichen Glaubensrichtungen anzugehören, zum anderen hatten die einzelnen Gebietsverwaltungen zum Teil schon immer ihre alten Stammesreligionen. Seit dem Fall der Barriere sind weiter Glaubensgemeinschaften eingezogen oder gar neu entstanden. Der Markgraf soll sich in einer Besprechung mit seiner Generalität auf die Frage welche Staatsreligion man anstrebe geantwortet haben: „Die Markgräfin und Hallgau haben nach Jahren des Kampfes, des Exils und des wirtschaftlichen Kriechens weitaus wichtigere Sperlinge zu mästen als den Dompfaffen. Ob dies eine Anspielung auf den in der Krone befindliche Vogel ist bleibt eine offene Vermutung.

Bei einer Befragung von eintausend Hallgauern sind folgende Religionsgemeinschaften respektive Götterglauben genannt worden:

Solana, Göttin der Rechtschaffenheit, des Lichts und des Lebens

Uldrazyl – Rechtschaffenheit, Jagd, Standhaftigkeit, Trinkfähigkeit

Mammon